Ich habe in den letzten zwei Tagen wieder einiges an Negativen gescannt und mir diesmal viel Zeit zum bearbeiten genommen. Hier ein kleiner Einblick in meine Arbeit:

Zum Invertieren der Negative benutze ich Negative Lab Pro. Dort lasse ich alle Einstellungen auf Standard, außer das Color Model, welches ich auf “Basic” stelle. Nach dem Konvertieren wähle ich beim Dropdown-Menu bei Tones “LAB - Soft” aus und passe anschließend noch den Weißabgleich an, den Negative Lab Pro oft nicht richtig hinbekommt. Unten setze ich noch den Haken bei “Make Copy” und gehe dann auf “Apply”. Negative Lab Pro erstellt dann eine positive TIFF-Datei, die ich dann mit den Lightroom-internen Tools bearbeiten kann.

Dort gehe ich meistens zuerst zu den HSL/Farbeinstellungen und drehe die Sättigung der Blau- und Aquamarintöne um 50-100% herunter. Negative Lab Pro hat die komische Angewohnheit, die Blautöne so zu übersättigen, dass man denkt das Bild ist nicht mehr zu retten aber damit kommt man doch schon recht weit. Danach passe ich Belichtung und Kontrast an und ändere eventuell noch was an der Tonwertkorrektur und Sättigung bzw. Dynamik. Manchmal füge ich auch ein bisschen Struktur und Klarheit hinzu um ein bisschen mehr HDR-Look zu bekommen. Für manche Fotos drehe ich aber auch den “Dunst Entfernen” nach unten um das komplette Gegenteil zu erziehlen - kommt ganz aufs Foto drauf an. Bei den Winterfotos hier habe ich das aber nicht gemacht. Im Anschluss werden die Fotos dann noch gut scharfgezeichnet, Werte von 80 oder höher sind nicht selten. Zur Abrundung setze ich noch ganz dezent eine Vigniette um das Bild abzurunden.

Ein Vorher-Nacher-Vergleich. Links unbearbeitet (NLP-LAB Soft) / Rechts bearbeitet.

Hier noch ein paar andere Bilder vom selben Tag:

Hier habe ich mit einem starken Verlauf sowie der Maskieren-Funktion gearbeitet, um das Subjekt in den Vordergrund zu heben.