-> Aggregierbar (Zusammenfassbar)

  • Anhand der Nummer lässt sich erkennen wo sich das Ziel befindet#

  • Beispiel: PLZ, Erste Ziffer 8 sagt aus dass das Ziel sich in Südbayern befindet, 80 heißt München, …

  • Der IP Standard verlangt, dass jedem Host eine eindeutige Zahl zugewiesen wird

IPv4

  • Darstellung der 32-Bit IPv4-Adresse erfolgt in der Dotted Decimal Notation:
  • Jede 8 Bit werden mit einem Punkt getrennt
  • Umwandlung in Dezimalzahlen
  • Adressbereich: 0.0.0.0 bis 255.255.255.255

IPv6

  • Darstellung erfolgt in Colon Hexadecimal Notation:
  • Jede 16 Bit werden mit einem Doppelpunkt getrennt
  • Umwandlung in Hexadezimalzahlen

Abkürzungen

  • Führende Nullen können weggelassen werden
  • Case-Insensitiv
  • Aufeinanderfolgende Null-Felder können durch :: abgekürzt werden, aber nur einnal pro Adresse

Beispiele

  • 2001:0000:0234:0000:0000:A12B:0001:ABC0 - 2001:0:234::A12B:1:ABC0
  • FF02:0:0:0:0:0:0:1 - FF02::1
  • 0:0:0:0:0:0:0:1 - ::1
  • 0:0:0:0:0:0:0:0 - ::

In der URL

  • In der URL ist die IPv6 Adresse in eckigen Klammern anzugeben:
  • http://[2001:0:234::A12B:1:ABC0]:8080/index.html

Hierachie von IP-Adressen

  • Die IP-Adresse setzt sich zusammen aus
    • Netzwerk-ID (Präfix) - Adresse des physikalischen Netzwerks
      • Zuweisung muss global koordiniert sein
      • Keine zwei Netzwerke dürfen die selbe Netz-ID haben
    • Interface-ID (Suffix) - Adresse des Rechners innerhalb dieses Netzwerks
      • Suffixe können lokal vergeben können

Subnetzmaske

Gibt an, wie viele Bits zum Präfix (Netz-ID) gehören.

Darstellungsmöglichkeiten:

  1. CIDR-Darstellung (Classless Interdomein Routing):
    • Wird bei der IP-Adresse mittels /n angehängt
    • Beispiele:
      • 223.1.1.4/24 -> Die linken 24 Bit sind die Netz-ID
      • F001::1/64 -> Die linken 64 Bit sind die Netz-ID
  2. Klassische IPv4 Darstellung von /n durch 32-Bit Zahl
    • Linke n Bits sind eine 1, restliche sin 0
    • Diese 32-Bit Zahl wird auch wieder in Dotted-Decimal angegeben
    • Verwechslungsgefahr: Die Subnetzmaske schaut dann so aus wie eine IPv4-Adresse, ist aber keine!
  • Je größer die Subnetzmaske, umso weniger IP-Adressen stehen für das Subnetz zur Verfügung

Reservierte Suffixe

  • Kleinster Suffix - Name für das gesamte Netzwerk (IPv4, IPv6)
  • Größter Suffix - Broadcast-Adresse (IPv4)

Ursprüngliche Aufteilung

KlasseStart der IP-AdressePräfix
Class A (veraltet)08 Bit
Class B (veraltet)1016 Bit
Class C (veraltet)11024 Bit
Class D1110Multicast
Class E1111Future Use

Verwendung der IP-Darstellung

IP-Adresse /n kann für eine IP-Adresse folgendes bedeuten:

  1. Der Präfix der IP-Adresse besteht aus n Bits

neu:

  1. Adressblock - Menge aller IP-Adressen, die in den ersten n Bits mit der IP-Adresse übereinstimmen. Üblicherweise wird mit der kleinsten IP-Adresse angefangen

Vergabe von IP-Adressen

  • Globaler Unicast-Bereich: 2000::/3
  • Von IANA für RIRs vergeben: 2001::/16
  • RIR RIPE NCC: 2001:600/23
  • ISP DFN (Deutsches Forschungsnetz): 2001:636::/32
  • Endkunde (z.B. OTH Regensburg): 2001:638:A01::/48

Private IP-Adressen

RFC 1918: Address Allocation for Private Internets

  • Adressräume 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16
  • Sind reservierte IP-Adressen für Private Rechner
  • Diese Adressen darf jeder nutzen
  • Pakete von und an diese Adressen werden von globalen Routern verworfen

NAT - Network Adress Translation

  • Oft verwenden Heimnetze private IP-Adressen
  • Damit die Hosts in Heimnetzen trotzdem mit dem Internet kommunizieren zu können, betreibt der Heimnetzrouter NAT:
  • Private IP-Adressen werden mit der IP-Adresse des Routers ersetzt, der mit dem Internet verbunden ist

Spezielle IPv4-Adressen

  • Netzwerk-Adressen
    • Beziehen sich auf das Netzwerk selbst, nicht einen Rechner im Netzwerk
    • IP reserviert dafür die Adresse Null
    • Verwendet in Routingtabellen
  • Broadcast-Adressen
    • Um Paket an Alle Hosts zu senden
    • Suffix besteht aus lauter 1en
  • Begrenzte Broadcast-Adressen
    • 255.255.255.255
    • Adressiert alle Hosts des lokalen physikalischen Subnetzes
    • Wird während des Starts von einem Computer verwendet, der seine Adresse noch nicht kennt
  • This Computer-Adresse
    • 0.0.0.0
    • Darf als Absenderadresse verwendet werden, falls der Rechner seine IP noch nicht kennt aber schon ein Paket verschicken möchte (z.B. Anforderung der Netzwerkkonfiguration -> DHCP)
  • Loopback-Adresse
    • 127.0.0.0/8
    • Am häufigsten: 127.0.0.1
    • Anfragen an diese Adresse werden von der sog. Loopback if-Netzwerkkarte des Routers wieder an den Absender geschickt

Spezielle IPv6-Adressen

  • Unspecified
    • 0:0:0:0:0:0:0:0 bzw. in kurz ::
    • wie 0.0.0.0 in IPv4
  • Loopback
    • ::1
    • wie 127.0.0.1 in IPv4
  • Link-local
    • FE80:0:0:0:<interface identifier>
    • <interface identifier> basiert auf der MAC-Adresse des Interfaces
    • Scope = Local
    • Kann nur im selben Subnetz verwendet werden
    • Werden nicht geroutet
    • Gibt jeder Netzwerkkarte eine gültige IPv6 Adresse zum Start der Kommunikation
    • Anwendungen sollen diese Adresse nicht verwenden
    • Eher für Betriebssysteme und Low-Level Probleme
  • Unique Local Unicast
  • Aggregatable Global
    • Adressen die mit 2001 beginnen (genauer: Die IP beginnt mit den Bits 001)
    • Eigentliche IPv6-Adressen
    • Scope = Welt
    • = 48 Bit Präfix für Site

    • <= 16 Bit für Subnetze in der Site
    • 64 Bit für Interface ID
  • Multicast
    • FF<flags><scope>::<multicast group>
    • Kein Broadcast in IPv6, dafür Multicast

Routingtabellen - Optimierungen

Default Route

  • Eintrag in der Routingtabelle mit 0.0.0.0 und Subnetzmaske 0.0.0.0
  • Aber: Router muss durch alle Tabelleneinträge schauen welcher passt
    • Treffen mehrere Zeilen für eine Zieladresse zu, wird die mit der größeren Subnetzmaske gewählt (longest prefix rulez)

Aggregation

  • Sind an einem Router mehrere Subnetze angehängt, deren Adressräume aufeinander folgen:
  • Andere Router müssen in der Tabelle nur wissen dass der gesamte Adressraum an diesen Router geschickt werden muss
  • Dafür “aggregiert” eine Zeile mit der passenden Subnetzmaske