Wie präsentiert man seine aufwendig gemachten Fotos am besten? Richtig, auf Instagram. Nur Spaß, natürlich kommen die Bilder am Besten rüber auf einem guten, passenden Fotopapier. Und genau deswegen habe ich einige ausgewählte Bilder jetzt bei White Wall auf hochwertigen Fine Art Papier ausdrucken lassen.

Auf White Wall bin ich über meinen Vater gestoßen, der bei sich im Fotostudio Produktmuster rumliegen hatte. Das sind verschiedene kleine Prints auf unterschiedlichen Papieren, die man bei White Wall anfordern kann, um sich bevor man selbst Bestellungen aufgibt, sich bereits einen Eindruck über die Struktur und Farb- bzw. Kontrastwiedergabe machen kann.

Unterschiedliche White Wall Sample Prints

Für meine erste Bestellung habe ich mich für folgende Papiere entschieden:

  • Fine Art Print - Hahnemühle William Turner
  • Fine Art Print - Hahnemühle Photo Rag Metallic
  • Foto-Abzug Fuji Crystal DP II - Fuji Velvet

Alle Bilder sind 20x30cm und haben zusätzlich 1cm Weißrand. Ich habe mich für diese Papiere entschieden, weil ich glaube, dass die ausgesuchten Fotos gut auf diesen Papieren aussehen. Auch sind keine zwei Papiere dabei, die sich ähneln, sondern jedes ist in seiner Art einzigartig. So hoffe ich auch, nochmal einen guten Vergleich zu bekommen.

Hahnemühle William Turner

Ich habe mich für dieses Papier entschieden, weil es eine sehr raue Struktur hat und der Print bei den Samples fast wie “gemalt” aussieht.

Das Papier selbst ist wirklich schwer und sehr rau, man kann mit bloßem Auge die Oberfläche gut erkennen und sie mit den Fingern auch spüren. Es ist schön weiß und erinnert ein bisschen an eine Leinwand. Von der Farbwiedergabe ist alles top, auch hätte ich nicht gedacht dass die Kontrastwiedergabe so gut ist.

Das Papier hat eine sehr raue struktur

Hier lässt sich die dicke des Papiers gut erkennen

Hätte ich das davor gewusst, hätte ich wahrscheinlich den Kontrast und die Sättigung etwas heruntergestellt, aber das ist mein Fehler und liegt nicht am Papier. Mein Foto kommt auf jeden Fall genauso gut rüber wie am Bildschirm. Zusammengefasst bin ich sehr beeindruckt von diesem Print.

Hahnemühle Photo Rag Metallic

Dieses Papier habe ich gewählt, weil ich mir erhofft habe, dass das Bild durch den Metallic-Effekt noch mehr diesen Industriellen Vibe bekommt, den es so schon hat.

Das Papier ist sehr glänzend, es wirkt fast so, als wäre der Print hinter einer Schutzfolie. Das macht aber den Look aus. Die Reflektionen ähneln auch denen von Metall, was den Look ausmacht.

Allerdings ist das Papier selbst etwas gelblich, was nicht zum Bild passt.

Hier noch ein Video, was die Reflektionen gut zeigt:

Grundsätzlich finde ich das Papier sehr gut, nur muss ich bei den Motiven eher darauf schauen, Motive zu vermeiden, die sich nicht gut mit warmen Tönen vertragen.

Fuji Velvet

Für dieses Papier habe ich mich entschieden, weil ich mir dachte, dass es gut zum Bild passen könnte. Auch fühlt es sich sehr wertig an und hat eine matte Oberfläche, die ich auch mal ausprobieren wollte.

Das Papier ist wirklich sehr matt. Farben und Papiertemperatur passen perfekt.

Da das Papier aber Fine Art Papier ist, ist es sehr leicht und krümmt sich einfach.

Von weiter weg sieht dieses Papier fast aus wie reguläres Fotopapier, aber komplett ohne Reflektionen. Mit diesem Print bin ich sehr zufrieden, das Bild passt hier perfekt zum Papier.

Fazit

Zusammengefasst bin ich sehr zufrieden mit den Prints, die Papiere haben alle auf ihre eigene Art einzigartige Ergebnisse geliefert. Jetzt bin ich auch schlauer, welche Bilder zu welchen Papieren passen. Ich glaube um den perfekten Print zu erzielen, braucht es einfach viel Experimentieren.

Grundsätzlich glaube ich aber, dass alle Prints von größeren Abmessungen profitieren würden. Das Problem dabei ist aber, dass die Papiere nicht gerade billig sind… ;)

Die Prints werde ich wahrscheinlich in einer Mappe sammeln und nicht in Rahmen stecken, weil das Papier hinter dem Rahmenglas viel seiner einzigartigen Struktur verliert. Außerdem habe ich alle Prints mit 1 cm Weißrand bestellt, daher passen sie sowieso nicht in einen Standardrahmen. Zum Ausstellen nutze ich aktuell meine Schallplatten-Wandhalterungen, wo ich die Prints einfach draufstelle.

Hier noch ein kurzes Video von den ersten beiden Prints: