Vorbereitung
Uns kommt die Idee zu einer Hüttentour ziemlich spontan. Beim Kaffee trinken in Regensburg recherchieren wir nach Wanderungen in Berchtesgaden und stoßen auf diesen Artikel. Für uns laien hört sich das alles sehr aufregend an und wir machen uns ans Buchen. Wir brauchen eine Nacht erst im Kärlingerhaus und am Folgetag im Ingolstädter Haus. Jedoch sind fast alle Betten belegt. Nur eine Option gibt es: Donnerstag 22. August bis Samstag 24. August im Kärlingerhaus im Mehrbettzimmer und danach im Ingolstädter Haus im Matratzenlager. Alles andere ist komplett ausgebucht. Wir müssen also schnell sein, damit die Plätze uns nicht weg geschnappt werden. Was besseres würde uns bestimmt auch nicht einfallen. Ich frage dann noch meine Tante, die mehr Bergerfahrung hat, ob sie sich die Tour für uns vorstellen kann und nach einem “Bin ich schon gelaufen - sehr schön” buchen wir dann auch. Wir lesen, dass man als DAV-Mitglied neben Versicherung für Bergrettung auch reduzierte Übernachtungspreise auf den Hütten bekommt und wir sowieso mehr in der Zukunft wandern wollen, stellen wir einen Antrag. Unsere Mitgliedsausweise kommen pünktlich einen Tag vor Anreise an. Jetzt noch fehlendes Equipment besorgen und dann hieß es nur noch auf schönes Wetter hoffen - und los gehts!

Donnerstag
Laut Recherche von meinem Kumpel gibt es auf den Berghütten Check-In und Essen á la carte bis 17:00, danach nur noch Spaghetti Bolognese (Das wird sich als Falsch herausstellen). Wir wollen deswegen früh los.

Um 5:45 klingelt bei mir der Wecker. Ich stehe auf und steige ins Auto, wo der schon am Vortag gepackte Rucksack im Kofferraum liegt und fahre los zu meinem Kumpel. Um viertel nach 6 geht es dann los von Regensburg nach Schönau am Königssee. Der Kaffeedurst war dann aber doch zu groß und so gibt es um halb 8 eine kurze Pause an einer Raststätte. Bei Berchtesgaden springen wir dann noch kurz in einen Edeka und kaufen uns je ein Red Bull, wir müssen ja wach werden. Später als geplant, um kurz vor 11, stehen wir dann endlich auf dem Parkplatz in Schönau am Königssee.
Was wir leider komplett übersehen haben: Die Wartezeit an den Fähren. Als wir zum Hafen kommen, sehen wir eine große Schlange an Touristen, die alle für Tickets anstehen. Eine Frau gibt uns den Tipp, dass die Tickets auch online gekauft werden können. Das machen wir dann auch. Die frühste Zeit ist 12:10. Na toll. Also kommen wir noch eine Stunde später los als eh schon. Immerhin haben wir jetzt nochmal Zeit für einen Kaffee.

Die Überfahrt auf dem Königssee ist beeindruckend. Der Kapitän erzählt etwas zur Geschichte des Sees und des Gesamten Naturprarks Berchtesgaden. Rechts hat man eine tolle Aussicht auf den Watzmann. Und auch das siebenfache Echo des Königssees wurde mit Flügelhorn demonstriert.

Nach der Ankunft in Salet um kurz nach 1 geht es für uns dann richtig los. Unsere Route führt den Sagerecksteig hoch am Grünsee vorbei über den Funtenseesattel runter zum Kärlingerhaus.

Vorbei an der Saletalm, wo wir kurz durch Schlamm gehen weil wir den Weg nicht finden, geht es hoch. Der Aufstieg über den Sagerecksteig ist sehr steil. Gute 2 Stunden sind wir unterwegs bei hohem Puls und sehr, sehr viel Schweiß. Dafür hat man auf dem Weg immer mal wieder eine schöne Aussicht auf Königssee und Obersee.

Nach dem ersten steilen Stück haben wir die meisten Höhenmeter hinter uns und treffen auf eine Lichtung, wo es eine kleine Essenspause gibt.

Weiter geht es Bergauf und wir kommen einem Pärchen entgegen. Die Empfehlen uns in den Grünsee zu springen, an dem wir demnächst vorbei laufen. Wir wollen sowieso irgendwo baden gehen und weil die Sonne schon tief steht, entschließen wir uns der Empfehlung nachzukommen. Das Wasser war angenehm und die Aussicht echt beeindruckend. Das Baden im Grünsee war mein erstes Highlight dieser Tour.

Kurz nachdem wir aus dem Wasser kamen war dann auch die Sonne hinter den Bergen verschwunden. Wir ziehen uns schnell an und gehen weiter die letzte Etappe nach oben. Oben angekommen werden wir belohnt mit noch ein wenig Sonne und einer schönen Aussicht.

Wir kommen zu einer Kreuzung, wo angezeigt wird, dass es zum Kärlingerhaus nur noch 15min sind. Freude! Wir gehen über den Funtenseesattel und um die Ecke und dann ist es auch schon zu sehen.


Geschafft! Jetzt noch zum Check-In und dann entspannt Abendessen. Den Stress haben wir uns übrigens umsonst gemacht, denn Essen gibt es bis 19 Uhr und Check-In den gesamten Abend.

Nach dem Essen richten wir unser Bett her und bestellen die Lunchpakete für den nächsten Tag. Danach geht’s in die Stube zum Weißbier trinken. Das schmeckt auch echt gut nach so einem anstrengenden Tag.

Kurz vorm Schlafengehen gehen wir aber nochmal raus um die blaue Stunde zu genießen. Man sieht sogar den Sternenhimmel! Irgendwann kommt dann plötzlich auf einen Schlag der Nebel vom Funtensee hoch. Das ist für uns das Zeichen, ins Bett zu gehen.

Freitag
Ungefähr um 6 wachen wir von den Weckern und Packgeräuschen unserer Mitschläfer auf. Wir bleiben aber noch bis halb 7 liegen, machen uns fertig, holen unser Lunchpaket ab und starten mit der Wanderung.
Wir haben einiges vor uns! Heute geht es vorbei am Viehkogel über das steinerne Meer zum Riemannhaus und von da weiter zum Ingolstädter Haus. Eigentlich wollen wir über das Breithorn dahin aber später werden wir feststellen dass das ziemlich hoch ist und wir dafür nicht so motiviert sind.

Hoch geht es erstmal entlang am Viehkogel. Der Aufstieg war super schön, denn der Morgentau und Nebel zusammen mit der aufgehenden Sonne haben für eine wunderschöne und einzigartige Stimmung gesorgt.

Wir kommen an der Viehkogelhütte vorbei, wo wir Brotzeit machen wollen, entscheiden uns aber dann, noch ein Stück weiter in die Sonne zu gehen. Das war eine gute Entscheidung, denn von dort haben wir eine gute Aussicht und Sonne, die uns nach dem längeren Gehen im Schatten schön wärmt.

Nach dem Brotzeiten cremen wir uns mit Sonnencreme ein und wandern weiter nach oben Richtung steinernes Meer. Gegen halb 11 kommen wir oben an. Man sieht in jede Richtung nur Steine und Felsen. Einige wurden wahrscheinlich über die Zeit durch das Wasser geformt und haben deswegen eine außerirdische Struktur. Es sieht aus wie auf einem Kometen.

Wir begegnen auch ein paar Schafen, die da oben gemütlich rumlaufen. Mit der Zeit wird die Mittagssonne aber immer heißer und der Weg zum Riemannhaus zieht sich. Es geht immer wieder Bergauf und Bergab, von Markierung zu Markierung, ohne Ende in Sicht.

Endlich kommen wir zu einem Wegweiser, wo noch 20 Minuten ausgeschrieben sind. Wir sind wieder motiviert und gehen zügig bis zur Hütte.

Am Riemannhaus legen wir eine Mittagspause ein. Wir bestellen Kaiserschmarrn und Russ, die beide sehr lecker schmecken.

Nach dem Mittagessen legen wir uns für eine kleine Pause in die Sonne. Wir haben vom Tal aus sogar LTE empfangen und konnten zumindest ein Paar Nachrichten an Freunde und Familie schicken. Bevor es weiter geht füllen wir noch unsere Wasserreserve für 3€ Pro Liter(!) auf. Beim Kärlingerhaus gab es das noch umsonst.
Von unserem Pausenplatz aus sehen wir auch gut unser geplantes nächstes Ziel: Das Breithorn. Für uns sieht es aber in unserer Verfassung zu anstrengend aus, und deswegen entscheiden wir uns, diesen Gipfel zu überspringen und direkt zum Ingolstädter Haus zu gehen.


Der Weg zum Ingolstädter Haus zieht sich, wie bereits der Weg über das Steinerne Meer zum Riemannhaus, ewig. Es geht wieder Bergauf und Bergab, ohne dass sich die Aussicht wirklich verändert.

Irgendwann sehen wir dann unser Ziel, das Ingolstädter Haus, was immer noch weit weg erschien. Wir kommen zu einem Wegweiser, wo noch 30 Minuten ausgeschrieben sind. Uff. Und das obwohl wir das Haus sogar schon gesehen haben. Dazu kommt noch, dass uns dann ein Ü60-Jähriger Trailrunner der ungefähr doppelt so schnell ist wie wir überholt. Zum Glück zieht sich die Strecke doch nicht so ewig wie auf dem Schild stand, und wir kommen nach gut einer viertel Stunde am Ingolstädter Haus an. Eigentlich war unser Plan noch auf einen Gipfel zu gehen, weil wir ja das Breithorn nicht mitgenommen haben, aber wir waren faul und haben das ganze dann auf morgen verschoben.
Wir machen entspannt den Check-In, holen uns Duschmarken und melden uns für Frühstück an. Beim Duschen gehen müssen wir zusammenhelfen, denn die Duschmarken, die das warme Wasser aktivieren, müssen von außerhalb der Duschkabine eingeschmissen werden. Soll heißen der eine geht rein, zieht sich aus, stellt sich bereit unter die Dusche, ruft dem anderen zu dass er die Marke einschmeißen soll und dann gehts los. Wenn der eine fertig ist werden die Rollen getauscht.
Schweiß und gestank weg gewaschen setzen wir uns auf die Terasse zum Essen. Es gibt Kaspressknödel.

Nach dem Abendessen machen wir es uns auf den Felsen vor der Hütte gemütlich und schauen uns entspannt den Sonnenuntergang an.

Als die Sonne untergegangen ist, ziehen wir uns was warmes über und hocken uns zu zwei etwas älteren Jungs an den Tisch. Wir trinken Bier und unterhalten uns über unsere Erlebnisse in den Bergen. Gruß geht an der Stelle raus an Luis und Tillmann aus Brandenburg, war witzig mit euch! :) Es wird spät und wir gehen Schlafen, wir haben morgen nämlich vor früh aufzustehen und den Sonnenaufgang anzuschauen.
Samstag
Früh um 6 klingelt der Wecker. Wir stehen auf, ziehen uns was über und gehen raus, wo der Himmel bereits hell ist. Wir setzen uns wieder auf einen Stein und warten auf den Sonnenaufgang.


Zum Frühstück gibt es belegtes Brot mit Kräuterquark und Käse und danach Schokomüsli. Dazu einen Kaffee und eine Saftschorle.

Lange haben wir aber nicht Zeit, denn wir haben auch heute wieder einiges vor: Erst auf die Schindlköpfe und anschließend über die Sigeretplatte runter nach St. Bartholomä.

Wir ziehen uns um und lassen für den Gipfel unseren schweren Rucksack beim Ingolstädter Haus. Die beiden Jungs vom Tag davor wollten eigentlich auch noch mitkommen, haben sich kurzfristig aber doch noch dagegen entschieden. Die wollen nämlich weiter Richtung Riemannhaus, wo wir am Tag davor herkamen. Unsere Wege trennen sich beim 30-Minuten Wegweiser, der uns damals so demotiviert hat. Die also weiter ins steinerne Meer und wir hoch in richtung Schindlköpfe.
Der Aufstieg ist zwar technisch anspruchsvoller als bisher, aber dafür fällt er uns wesentlich leichter weil wir ohne Gepäck unterwegs sind. Auch die Geröllfelder sind nicht so schwierig. Innerhalb einer dreiviertel Stunde sind wir oben.
Dort angekommen tut sich uns der wahrscheinlich beste Ausblick der gesamten Tour auf. In Jede Richtung die man schaut hat man eine unglaublich schöne Aussicht. Danke an meine Tante, die uns diesen Gipfel empfohlen hat!


Runter geht es auch wieder zügig, wobei die Geröllfelder schwieriger zum runtergehen sind also noch hinauf. Zurück am Ingolstädter Haus machen wir eine kurze Pause mit Russ und für mich eine Kaspressknödelsuppe, die mir auch wieder meine Tante empfohlen hat. Und ich kann ehrlich sagen, die schmeckt wirklich super lecker.

Zu lange ist die Pause aber nicht, weil wir noch einen langen Abstieg vor uns haben. Laut Artikel ist die Gehzeit 5 Stunden aber das haut sowas von nicht hin. Wir gehen um viertel nach 11 los und nach ungefähr einer halben Stunde kommt der erste Wegweiser. Sankt Bartholomä, 6 Stunden. Bitte was?! Unsere ganze Planung ist dahin, wenn wir erst in 6 Stunden am Königssee ankommen werden keine Fähren mehr fahren, die hören nämlich um 5 auf! Was jetzt? Wir müssen durchziehen.
Wir klettern in der prallen Sonne hoch Richtung Hundstotfensterl, wo uns wieder 2 Trailrunner überholen. Immerhin, als wir oben sind, geht es laut Bergfex-App fast nur noch Bergab. Und wie. Uns offenbart sich der Watzann und unter ihm ein Kiesweg. Endlich! Nach vielem Klettern über unebene steinige Wege kommt der wie gerufen.

Doch davor müssen wir bergab. Und zwar steil bergab. Wir klettern auf allen Vieren den “Weg” hinunter, der vor uns liegt. Kleine Steine lösen sich immer wieder und geben unseren Füßen wenig Halt. Dieser Abschnitt war mit der Anspruchsvollste Teil der Wanderung, wenn man das noch Wandern nennen möchte.

Den steilen Abschnitt hinter uns, befinden wir uns jetzt auf einer Wiese, wo ein kleiner Bach hin zu einem kleinen Tümpel führt. Dieser Bach kommt wie gerufen, denn ich war verplant und habe mein Trinken nicht komplett aufgefüllt. Zur Sicherheit fülle ich meine Flsche mit dem Gebirgswasser auf, auch wenn es eventuell Erreger enthalten könnte (Nachtrag: Ich bin nicht Krank geworden!)

Nach einem kurzen Stück Bergauf sehen wir eine Gams, die ein ganzes Stück weit vor uns den Berg mit runter laufen wird.

An der Gams vorbei, kommen wir bald zu einer Lichtung, wo wir eine Dame treffen. Ich frage sie, ob sie vielleicht weiß, ob die Fähren am Königssee sicher nur bis 17:00 Uhr fahren. Sie erzählt uns, wir haben Glück, denn heute ist Wallfahrt. Dabei pilgern tausende Leute vom Riemannhaus über das Steinerne Meer zum Kärlingerhaus (also fast den gleichen Weg den wir schon gelaufen sind!) und dann nach Sankt Bartholomä. Und deswegen fahren die Fähren heute ausnahmsweise länger. Wir müssen uns also keinen Stress mehr machen, schnell nach unten zu kommen!
Die Nachricht tut uns echt gut. Wir machen eine entspannte Trinkpause und genießen nochmal die Aussicht. Weil wir wieder weiter unten sind ist die Landschaft wieder grüner geworden und Sträucher und Bäume wachsen an den Wegrändern.


Wir sind aber immer noch nicht unten. Und der Nächste Wegweiser, dass es nach unten immer noch 3 Stunden dauert, war jetzt auch nicht motivierend. Ab hier beginnt ein Leidensweg, denn unsere Füße schmerzen schon den ganzen Tag und wir haben einen konstanten Weg nach unten vor uns.
An einer Gebirgsquelle kann ich mir wieder mein Wasser auffüllen. Das Wasser schmeckt wirklich gut! Es enthält bestimmt Bakterien etc. aber lieber trinke ich das anstatt zu verdursten.

Wir holen die Dame wieder ein, die von der Wallfahrt erzählt hat. Mit ihr lauschen wir gespannt und hören nach unten ins Tal, wo die Musiker bereits spielen. Die Dame meint, wir würden auf unserem Weg zum Königssee zu den Wallfahrern dazustoßen.
Begleitet von den Klängen gehen wir weiter bergab. An einer Stelle müssen wir uns nochmal gut konzentrieren, denn rechts runter geht es steil bergab.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stoßen wir endlich zu den Wallfahrern dazu. Ein Stück weit gehen wir auch brav in der Reihe aber irgendwann reicht es mir. Ich persönlich kann es nicht haben wenn Leute vor mir langsamer gehen als in meinem Tempo. Deswegen setze ich irgendwann zum überholen an und gehe in fast Trailrunner-Tempo den jetzt wirklich sehr einfachen Weg nach unten.

An einem Wasserfall warte ich auf meinen Kumpel. Dort fragen mich ein Typ in Calvin Klein-Badehose und seine Freundin mit Louis-Vitton Tragetasche, wo es denn “hoch” geht. Ich schaue die beiden nur ungläubig an.
Wieder zusammen gehen wir auch das letzte Stück runter zum Königsse, wo am Kiesstrand unzählige Touristen baden. Wir haben aber keine Lust mehr auf Baden und gehen direkt weiter zur Fähre.


Das Anstehen und warten auf die Fähre in der Sonne war dann der Krönende Abschluss unserer Tour. Mit schmerzenden Füßen setzen wir uns auf die Bänke auf dem Boot, gegenüber von einem älteren Ehepärchen. Die beiden haben bei der Wallfahrt mitgemacht und sind 70 bzw. 76 Jahre alt, Respekt! Mein Kumpel kommt mit ihnen ins Gespräch und erzählt von unserem Abenteuer. Die beiden bieten uns Essen an, wir verneinen aber. Unser Plan ist, direkt weiter in den nächsten Supermarkt zu fahren und da Essen und Trinken einzukaufen.

Das haben wir dann auch gemacht. Runter von der Fähre gehen wir direkt ins Auto, wo ich sofort meine Schuhe wechsle und dann fahren wir zum nächsten Edeka. Es gibt Joghurtdrink, Magnesiumwasser, Milchbrötchen und Cola. Wir waren komplett unterzuckert und fertig vom Wandern.
Wieder gestärkt machen wir uns dann nur noch auf die Fahrt nach Hause, wo uns dann endlich eine lange, warme dusche und ein kuscheliges, bequemes Bett erwartet…
Fazit
Wir haben einiges gelernt:
- Mein Kumpel hat gelernt, dass es auf den Berghütten keine Schlappen gibt und man besser selbst welche mitnimmt, denn er hatte keine dabei und musste überall mit Socken bzw. Barfuß rumlaufen.
- Ich habe gelernt, dass 2 Liter Wasser Fassungsvermögen für Bergtouren definitiv zu wenig sind, ich hatte nämlich mehrmals kein Wasser mehr und musste mir welches schnorren oder aus Bächen bzw. Grotten besorgen.
- Wir beide haben gelernt, dass man sich bei Hüttenwanderungen nicht auf Online-Beiträge verlassen kann. Es kann leicht sein, dass die angegebenen Zeiten viel zu sparsam angegeben sind und man in der Realität viel mehr Zeit braucht. Dadurch sind wir oft in Stress gekommen und konnten gar nicht die schöne Landschaft um uns herum genießen. Fürs nächste mal werden wir weniger Etappen mit mehr Pausen einplanen, vielleicht auch mit mehreren Übernachtungen in der selben Hütte, damit wir mehr Zeit haben um auf Gipfel zu gehen. Denn die sind immer ein Highlight, im Gegensatz zum Wandern von Hütte zu Hütte, was eher nur anstrengend ist. Auch möglich wäre, uns beraten zu lassen vom DAV. Das hat uns die nette Wallfahrt-Dame geraten.
Wie also war die Tour? Nun ja, es war sehr anstrengend. Aber auch schön. Wir würden auf jeden Fall wieder eine Hüttentour machen, aber nicht so wie diese. Trotzdem nehmen wir aus diesen drei Tagen schöne Erinnerungen mit und viele Geschichten, die wir erzählen können. Und vor allem: Einen ordentlichen Muskelkater! ;)
